Wir waren noch einmal davongekommen

Der Verleger Wolf Jobst Siedler legt hier sein zweites Erinnerungsbuch vor. Sein erstes ist im Herbst 2000 u.d.T. "Ein Leben wird besichtigt. In der Welt der Eltern" (BP 01/276) erschienen. Der neue Band schildert die eigene Wir waren noch einmal davongekommen Jugend im West-Berlin der Nachkriegszeit, die Karriere des Journalisten beim "Tagesspiegel" und des Verlegers im Ullstein-Konzern. Die Stars und Sternchen der Bücherwelt, die Siedler aus nächster Nähe gekannt hat, lässt er Revue passieren. Die Prominenten aus Politik, Kultur und Wirtschaft, denen er begegnet ist, werden häufig kritisch verglichen mit den Größen der Vorkriegszeit. Siedlers Interesse gilt auch der Stadt-Architektur und der schillernden Figur Albert Speers. Diese Memoiren leben mehr vom Stoff als von der Sprache, die in schlichter Darstellung den Assoziationen der Erinnerung folgt. Ein gut lesbares, hochinteressantes Buch, das sehr zu empfehlen ist.

Heinrich Halm

Heinrich Halm

rezensiert für den Borromäusverein.

Wir waren noch einmal davongekommen

Wir waren noch einmal davongekommen

Wolf Jobst Siedler
Siedler (2004)

495 S. : zahlr. Ill.
fest geb.

MedienNr.: 220772
ISBN 978-3-88680-790-1
9783886807901
ca. 24,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ha
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