Leos Janácek. Das Operngenie

Janacek, der mährische "Volks"-Musiker erweist sich als ein Puccini und R. Strauss nahezu ebenbürtiger Opernkomponist des 20. Jh. (noch vor Britten und Menotti) - eine für manche überraschende Tatsache, die sich aber präzise belegen Leos Janácek. Das Operngenie lässt anhand der Statistik von Aufführungshäufigkeit und Besucherquoten aller Opernbühnen der Welt. Michael Füting geht es in seiner Biografie aber nicht so sehr um eine Neubewertung dieses fruchtbaren Komponisten, der nach Smetana und Dvorak tschechischer Sprache und Seele eine gesteigerte Bühnenpräsenz verschafft hat. Was der Autor hier vorlegt, ist eine gründliche Darstellung und Bewertung der fünf Hauptopern Janaceks. Sein Ansatzpunkt: die Wiederentdeckung der dem Volke eigenen Sprechmelodie für die zeitgemäße Oper. Er paart eine vertiefende Analyse mit der glaubhaften Schilderung seiner ganz persönlichen Entdeckung dieses Komponisten, wirft sogar Streiflichter auf andere Schlüsselwerke: die Glagolitische Messe, das Streichquartett "Intime Briefe" und den Klavierzyklus "Auf verwachsenen Pfaden". - Eine detaillierte kritische Übersicht der vom Autor benutzten und zitierten Bild- und Tonträger ist auch als Fundus gedacht für Hörer bzw. Operngänger, die hiermit neugierig geworden sind auf Leos Janacek. Alles in allem: ein beispielhafter Musik(ver)führer mit vielen Fotos.

Harald Grimm

Harald Grimm

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Leos Janácek. Das Operngenie

Leos Janácek. Das Operngenie

von Michael Füting
Transit (2013)

127 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 393330
ISBN 978-3-88747-291-7
9783887472917
ca. 16,80 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Mu
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