Staub im Paradies

Als Fred Staub, Kommandant bei der Zürcher Kantonspolizei, seinen Urlaub in Sri Lanka verbringt, geschieht vor seinen Augen ein Mord an einem schweizerischen Wissenschaftler. Als eingefleischter Polizist beteiligt er sich gleich an Staub im Paradies den Ermittlungen, was nicht überall auf Gegenliebe stößt. Ist der ethnische Konflikt zwischen Tamilen und Singhalesen als Hintergrund für den Mord vielleicht nur vorgeschoben? Gleichzeitig wird im heimischen Zürich ein Tamile umgebracht, und weil Staubs Kollegen nicht weiterkommen, bitten sie ihn, die Familie des Ermordeten aufzusuchen. Staub macht sich dadurch bei immer mehr Leuten unbeliebt. - Im steten Wechsel der Erzählperspektive -einmal die Ermittlerkollegen in Zürich, einmal der Ich-Erzähler Staub in Sri Lanka- entrollt sich ein kurioser Fall, der von (zugegebenermaßen reichlich unwahrscheinlichen) Zufällen lebt. Die Sprache ist betont schnoddrig, manchmal gar abfällig, und diese Flapsigkeit wirkt hin und wieder etwas bemüht. Das geht dem einen Leser vielleicht etwas auf die Nerven, dem anderen gefällt gerade dieser Stil. Durchschnittlich spannend, aber überall gut möglich.

Ulrike Braeckevelt

Ulrike Braeckevelt

rezensiert für den Borromäusverein.

Staub im Paradies

Staub im Paradies

Ernst Solèr
Grafit (2009)

Grafit ; 357
222 S.
kt.

MedienNr.: 562633
ISBN 978-3-89425-357-8
9783894253578
ca. 8,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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