Magnolienmord

Jeder hat hier mehr oder weniger Dreck am Stecken, selbst Personen, die man eigentlich als integer bezeichnen würde. Aber der Schein trügt eben manchmal. Selbst Elinor, Hausbesitzerin direkt neben dem jüdischen Friedhof in Frankfurt, Magnolienmord stibitzt streng geschützte Pflänzchen, um sie im eigenen Garten einzusetzen. Ein ungleich größeres Problem bedrückt den polnischen Dendrologen Simon, dem Erpresser damit drohen, seine geliebten Magnolien zu morden, und nun von ihm verlangen, ein Päckchen mit Diamanten auf dem Friedhof zu deponieren. Zwar erfüllt er das gewissenhaft, bloß verschwinden die Diamanten wie von Zauberhand. Derweil hat sich eine zarte Beziehung zwischen der Hauswirtin und dem charmanten Polen entwickelt. Dann überstürzen sich die Ereignisse: Simon verunglückt beim Baumfällen, Elinors Schwester erhebt Ansprüche aufs Haus, die Hintermänner des Diamantendeals fordern ihre Ware ein. - Ein sehr sympathischer, nicht allzu nervenaufreibender, humorvoller Krimi nicht nur für Freunde der Botanik.

Dietmar Adam

Dietmar Adam

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Magnolienmord

Magnolienmord

Elsemarie Maletzke
Schöffling & Co. (2020)

241 Seiten
kt.

MedienNr.: 600692
ISBN 978-3-89561-611-2
9783895616112
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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