Nadelstiche

Der zweite Krimi (zul. "Skalpell No. 5", 2007, MedienNr. 268 277) des Autorenpaares Baden Kenney beginnt ungewöhnlich. Denn in den ersten Kapiteln gibt es keine Leiche. New York wird von einem Einbrecher in Angst und Schrecken Nadelstiche versetzt, der seine Opfer betäubt und ihnen Blut abnimmt, ihnen aber ansonsten keinen weiteren Schaden zufügt. Der Forensiker Jake Rosen wird zu den Ermittlungen hinzugezogen. Gleichzeitig ist der neue Mandant seiner Freundin Manny in einen politisch brisanten Fall verstrickt. Was eigentlich nur ein Dummerjungenstreich sein sollte, hatte die Verletzung eines hohen Staatsbeamten zur Folge und wird jetzt als terroristischer Anschlag verfolgt. Die Lösung beider Fälle führt zurück in ein dunkles Kapitel der US-amerikanischen Geschichte. Jake, Manny sowie Jakes arbeitsloser Bruder Sam sind sympathische Charaktere, das Finale ist geschickt konstruiert, insgesamt ein spannendes Lesevergnügen mit politischem Hintergrund. (Übers.: Ulrike Wasel u. Klaus Timmermann)

Michael Gellings

Michael Gellings

rezensiert für den Borromäusverein.

Nadelstiche

Nadelstiche

Baden Kenney
Blessing (2010)

366 S.
kt.

MedienNr.: 326926
ISBN 978-3-89667-286-5
9783896672865
ca. 14,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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