Russian Angst

Von 2012 bis 2016 lebte der Autor in Moskau, schon vorher hatte er nach dem Zerfall der Sowjetunion zahlreiche Reisen nach Russland unternommen und Gespräche mit vielen Menschen geführt, die sich für mehr Freiheit und Demokratie Russian Angst in ihrer Heimat einsetzten, ohne zunächst deswegen Angst haben zu müssen. Das hat sich jedoch nach der Übernahme des Präsidentenamtes durch Wladimir Putin grundlegend geändert. Seine Regierung vermittelt der russischen Bevölkerung, dass das Ende der Sowjetunion eine Niederlage Russlands war und dass Demokratie und Liberalismus Ursache von Chaos und Zusammenbruch waren. Jeglicher Protest wird inzwischen als vom Westen verursacht erklärt und kriminalisiert, durch die Annexion der Krim wurde schließlich bewusst das friedliche Zusammenleben in Europa nach dem Ende des Kalten Krieges zerstört. Die Angst ist wieder zurück in Russland, durch sie sichert sich Putin seine Macht. - Thomas Franke schildert sehr eindrucksvoll und mit viel Einfühlungsvermögen die Veränderungen in der russischen Gesellschaft und die perfiden Einschüchterungsmethoden der Mächtigen, einhergehend mit einem Wiedererstarken des russischen Nationalismus. Für alle Büchereien sehr zu empfehlen.

Julia Massenkeil-Kühn

Julia Massenkeil-Kühn

rezensiert für den Borromäusverein.

Russian Angst

Russian Angst

Thomas Franke
Ed. Körber-Stiftung (2017)

256 S.
kt.

MedienNr.: 589330
ISBN 978-3-89684-196-4
9783896841964
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ge
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