Elfter Roman, achtzehntes Buch

Hansen ist 50. Vor vielen Jahren verließ er Frau und Sohn, als seine Geliebte Turid ein Haus in der Provinz erbte und nahm den Posten eines Stadtkämmerers an. Den versieht er korrekt, kümmert sich einmal jährlich um Sohn Peter Elfter Roman, achtzehntes Buch und fügt sich ansonsten Turids koketten Marotten und ihrer Eifersucht - bis er sie verlässt. Jahre später quartiert Peter sich bei ihm ein, um vor Ort zu studieren. Dieser ist ein Schaumschläger, zu dem Hansen keinen emotionalen Zugang findet. In ihm wächst die Erkenntnis, dass er zeitlebens von Chimären umgeben war. Mit Hilfe eines Arztes fasst er einen ebenso verheerenden wie grotesken Plan, um sich nun seinerseits der realen Umwelt zu entziehen, sie zu täuschen und akribisch zu beobachten. - Solstad hat die Gabe, beim Leser Lachen, Erschrecken und Ungläubigkeit zu provozieren, so dass Aha-Erlebnisse nicht ausbleiben. Schade, dass bisher nur ein Solstadt in deutscher Übersetzung vorliegt. Empfehlenswert. (Übers.: Ina Kronenberger)

Gabriele Kauer

Gabriele Kauer

rezensiert für den Borromäusverein.

Elfter Roman, achtzehntes Buch

Elfter Roman, achtzehntes Buch

Dag Solstad
Dörlemann (2004)

239 S.
fest geb.

MedienNr.: 214864
ISBN 978-3-908777-12-0
9783908777120
ca. 20,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
Diesen Titel bei der ekz kaufen.