Finsternis in Deutschland

1943 wurde dieses Buch erstmals in englischer Sprache veröffentlicht. Es enthält Interviews, welche die britische Deutschlandkennerin Ernestine Amy Buller zwischen 1934 und 1938 in Deutschland führte. Diese Interviews geben einen Finsternis in Deutschland Eindruck von der Stimmungslage in Deutschland und Österreich. Buller beabsichtigte mit der Publikation dieser Gespräche, bei ihren Landsleuten für ein besseres Verständnis der Deutschen zu sorgen, die von Hitler und den Nationalsozialisten verführt worden seien. Es ist kein akademisches Buch, das Buller 1943 vorlegte, sondern in einem leichten, journalistischen Stil verfasst. Dass es mehr als siebzig Jahre dauerte, bis eine deutsche Übersetzung vorlag, mag auch daran liegen, dass es vielen Briten 1943 schwer gefallen sein muss, Verständnis für die Deutschen aufzubringen und es daher auch bei nur einer einzigen englischsprachigen Ausgabe blieb. Dennoch, das Buch ist eine "Warnung, wie sehr wir auf der Hut vor Extremisten" (S. 33) sein müssen. Damit ist es zeitlos und immer noch gültig.

Bernhard Lübbers

Bernhard Lübbers

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Finsternis in Deutschland

Finsternis in Deutschland

Ernestine Amy Buller. Kurt Barling (Hg.)
Sandmann (2016)

352 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 585804
ISBN 978-3-945543-09-2
9783945543092
ca. 24,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ge
Diesen Titel bei der ekz kaufen.
Titel der Ausgabe:
Auszeichnung: