Licht im August

Der Nobelpreisträger William Faulkner (1897-1962) zählt zu den wichtigsten Schriftstellern der USA. Sein Werk ist heute nicht mehr so präsent, doch sein 1932 erschienener Roman "Licht im August" ist auch in Deutschland Licht im August sehr bekannt geworden. Faulkner erzählt die Schicksale mehrerer Menschen im fiktiven Yoknapatawpha County im Bundesstaat Mississippi. Im Mittelpunkt steht Joe Christmas, der seinen Namen dem Umstand verdankt, dass er am Heiligen Abend vor einem Waisenhaus abgelegt wurde. Er wird von einem fanatischen Christenpaar adoptiert, das dem Kind eine grauenvolle Kindheit beschert. Joe Christmas sieht sich selbst als Nachfahre von Schwarzen. In den Südstaaten werden sie zu dieser Zeit als "Nigger" schikaniert und sind Menschen zweiter Klasse. Immer wieder sucht er nach seiner Identität und führt alles andere als ein stetes und gewaltfreies Leben. Er selbst "nimmt" sich Frauen, auch gegen deren Willen. Gewalt in jeglicher Form - körperlich, seelisch und sexuell - ist an der Tagesordnung. Neben der Geschichte von Christmas wird das oftmals tragische Leben einer Vielzahl anderer Personen erzählt. Nun hat der SWR aus der Romanvorlage ein Hörspiel gemacht: Acht CDs, 446 Minuten und mehr als siebzig hochkarätige Sprecher, darunter so bekannte Stimmen wie Ulrich Matthes, Tom Schilling oder Angela Winkler. Musik und Geräusche nehmen sich meist zurück, werden aber meisterhaft eingesetzt. - Ein wichtiges und gewichtiges Stück US-amerikanischer Literaturgeschichte in einer grandiosen Produktion. Vor allem größeren Büchereien (und denen mit einem literarisch interessierten Publikum) zur Anschaffung empfohlen.

Felix Stenert

Felix Stenert

rezensiert für den Borromäusverein.

Licht im August

Licht im August

William Faulkner. Hörspielbearb. und Regie: Walter Adler. [Sprecher: Ulrich Matthes ...]
Hörbuch Hamburg (2018)

8 CD (ca. 446 Min.)
CD

MedienNr.: 590297
ISBN 978-3-95713-066-2
9783957130662
ca. 15,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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