Manche Angst in Zuversicht verwandelt

Die Ärztin Barbara Oehl-Jaschkowitz hat für dieses Buch neun Interviews geführt mit Eltern, die seit mehreren oder schon seit ganz vielen Jahren mit einem behinderten Sohn oder einer behinderten Tochter leben. Die meisten von ihnen Manche Angst in Zuversicht verwandelt haben das Down-Syndrom, aber auch andere Erbkrankheiten, die bereits vor der Geburt diagnostiziert werden können. Obwohl die meisten Eltern somit bereits während der Schwangerschaft von der Behinderung wussten, hatten sie sich gegen eine Abtreibung und für die Annahme des Kindes entschieden. Dass sie mit dieser Entscheidung bei ihrer Umgebung vielfach auf Unverständnis stießen, hat es ihnen nicht leichter gemacht. Im Nachhinein bereut jedoch niemand von den interviewten Müttern und Vätern die Entscheidung für das Kind. Trotzdem kommen natürlich alle möglichen Sorgen, Ängste und Empfindungen zur Sprache, welche die Eltern vor wie nach der Geburt ihrer Kinder bewegt haben. Damit kann das Buch für Eltern in ähnlichen Situationen eine große Hilfe und Ermutigung sein. Aber auch bei allen anderen Leser/innen kann es Unkenntnis abbauen helfen und ein sehr viel positiveres Bild von einem Leben mit geistiger Behinderung vermitteln.

Gudrun Reißing

Gudrun Reißing

rezensiert für den Borromäusverein.

Manche Angst in Zuversicht verwandelt

Manche Angst in Zuversicht verwandelt

Barbara Oehl-Jaschkowitz
Mayer Info3 (2015)

135 S. : zahlr. Ill. (farb.)
kt.

MedienNr.: 814250
ISBN 978-3-95779-028-6
9783957790286
ca. 19,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: So
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