Opoe

"Opoe" ist holländisch und heißt Oma. Der junge Schweizer Schriftsteller Donat Blum erzählt in seinem ersten Roman die Geschichte seiner holländischen Großmutter Zusanna. Nach ihrem Tod wird ihm klar, dass er diese Frau Opoe kaum gekannt hat. Als Student hat er drei Wochen bei ihr in Bern gewohnt bis ein Zimmer im Studentenwohnheim frei wurde. Nun sitzt er in einem Café am Bieler See und versucht aufzuschreiben, was er über sie herausgefunden hat. Dafür war er nach Holland gereist, um sich mit Menschen zu unterhalten, die die Großmutter gekannt haben. Als junge Frau hat sie ihre Heimat südöstlich von Rotterdam verlassen, um ihren Mann Max in die Schweizer Berge zu folgen. Das Blumengeschäft, welches das Ehepaar betreibt, geht in Konkurs. Zusanna wird abgelehnt, weil sie keine Einheimische ist. Der Erzähler Donat verknüpft das Leben der Großmutter mit seiner eigenen Sinnsuche. Er ist homosexuell und beschreibt seine verschiedenen Liebesbeziehungen. Möchte er wirklich eine offene Beziehung führen? Aus vielen Puzzlestückchen setzt er das Bild seiner Großmutter und sein eigenes zusammen. Am Ende bleiben viele leere Flecken. - Für aufmerksame Leser, die sich für junge deutschsprachige Autoren interessieren.

Susanne Emschermann

Susanne Emschermann

rezensiert für den Borromäusverein.

Opoe

Opoe

Donat Blum
Ullstein fünf (2018)

165 S.
fest geb.

MedienNr.: 595352
ISBN 978-3-96101-012-7
9783961010127
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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