Gemma Habibi

Während seines Lehramtsstudiums beschließt Lorenz, in den Semesterferien nach Syrien zu reisen. Dort will er sein Studium vertiefen und die Orte eines Computerspiels mit eigenen Augen sehen. In Damaskus, gleich zu Beginn der Reise, Gemma Habibi lernt er Elena kennen, die in Wien eine Ausbildung zur Fotografin macht und mit ihrer Kamera das Leben in Syrien festhalten möchte. Die beiden freunden sich in einem Dorf nahe der türkischen Grenze mit dem jungen Boxer Z. an. Der Kontakt bricht aber wieder ab, nachdem in Wien der Alltag wieder eingekehrt ist. Einige Jahre später meldet sich Lorenz in einem Boxclub an. Für die Uni soll er in einem Verein das Interagieren von Menschen verschiedener Kulturen beobachten und eine Arbeit darüber schreiben. Dabei entdeckt er seine Leidenschaft für das Boxen. Das und auch der Syrienkrieg, von dem die Medien berichten, bringen Erinnerungen an Z, den kurdischen Boxer. Als im Jahr 2015 der Flüchtlingsstrom Wien erreicht, hält Elena das Zeitgeschehen mit ihrer Kamera fest. Z. kommt nach abenteuerlicher Flucht ebenfalls in Wien an und wird von Lorenz im Boxclub integriert. Nachdem Z in einem Boxduell siegt, schaukeln sich die Emotionen hoch und er bekommt den Hass einer Gruppe gegen Ausländer zu spüren. - Der mit vielen Auszeichnungen bedachte Autor schreibt eindringlich auf sachlicher Ebene, wie durch Toleranz und Unvoreingenommenheit Integration möglich ist. Empfehlenswert.

Gabriele Berberich

Gabriele Berberich

rezensiert für den Borromäusverein.

Gemma Habibi

Gemma Habibi

Robert Prosser
Ullstein fünf (2019)

223 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 598105
ISBN 978-3-96101-014-1
9783961010141
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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