Dracula

Mit dem transsilvanischen Grafen Dracula erschuf Bram Stroker kurz vor 1900 in seinem Schauerroman den wohl bekanntesten Vampir der Literaturgeschichte, der seither in den verschiedensten medialen Umsetzungen blutsaugend sein Unwesen Dracula treibt. Georges Bess hat der Romanvorlage folgend nun eine neue Bilderzählung des Dracula-Stoffes geschaffen, die nach einem Vorspann mit der Reise des Londoner Rechtsanwaltes Jonathan Harker zum Schloss des Grafen nach Siebenbürgen beginnt, wo das Grauen seinen Ausgang nimmt. Denn der stets Menschenblut verlangende Vampir gelangt schließlich in das viktorianische London und sucht hier auch in Harkers Umfeld seine Opfer, ehe er schließlich mühsam und unter Opfern zur Strecke gebracht werden kann. Auf weiten Strecken erzählt Bess unterlegt von teils collageartigen großflächigen Bildern die Vampirgeschichte; eingestreut sind aber auch kleine Panels mit dialogischen Sequenzen. Die Umsetzung in teils detailreiche, fein getuschte Bilder, dann aber auch wieder Szenen, in denen schwarze Flächen dominieren, ist angesichts häufiger Horrorszenarien nichts für schwache Gemüter und kann abstoßend wirken. Die solide ausgestattete Graphic Novel hat ihren Preis und ist in Erwachsenenbeständen möglich.

Siegfried Schmidt

Siegfried Schmidt

rezensiert für den Borromäusverein.

Dracula

Dracula

Bram Stoker ; Georges Bess ; aus dem Französischen von Harald Sachse
Splitter (2021)

201 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 602395
ISBN 978-3-96219-570-0
9783962195700
ca. 39,80 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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