Bowie

Mit dem letzten Konzert seiner "Ziggy Stardust & the Spiders from Mars"-Tour 1973 endet für David Bowie eine populäre Epoche. Das musikalische Chamäleon mit bürgerlichem Namen David Jones erfand mehrere Bühnen-Alter Bowie Egos in wechselnden Outfits und ließ sich vom Science Fiction-Genre inspirieren. Michael Allreds Comicbiografie beschreibt Bowies Anfänge in den Sechzigern, erste, damals noch wenig erfolgreiche Soloaufnahmen, Freundschaften und Rivalitäten zu Musikern wie Marc Bolan oder Iggy Pop, seine Liebesbeziehungen und die Zusammenarbeit mit den talentierten Musikern seiner Band. Dazu produzierte Bowie mehrfach Alben von Kollegen, von denen er überzeugt war. Als Glamrocker in extravaganten Posen und als Alien Ziggy gelang ihm der Durchbruch. Michael Allred verknüpft die Mitte der Siebziger endende Biografie mit Verweisen auf die Popkultur der Epoche wie Kubricks "Clockwork Orange", die "Rocky Horror Show", die Monty Pythons oder Elvis als großes Vorbild. Dabei setzt er häufig surreale Bildkombinationen aus Bowie-Motiven ein, mit denen er auf sieben Seiten im Epilog dessen weitere Karriere abhandelt. Allred gelang ein bestechender Einblick in das Leben einer Popikone, wobei er jedoch nicht sämtliche Konzerte der "Spiders"-Tour hätte erwähnen müssen.

Gregor Ries

Gregor Ries

rezensiert für den Borromäusverein.

Bowie

Bowie

Drehbuch: Steve Horton & Michael Allred ; Übersetzung: Michael Schuster
cross x cult (2020)

[unpaginiert] : farbig
fest geb.

MedienNr.: 601065
ISBN 978-3-96658-081-6
9783966580816
ca. 35,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Mu
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