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In einem sehr nachdenklichen Buch liefert die Autorin (s. a. "Die Erziehungskatastrophe", BP 01/916) Stolpersteine wider eine euphorische Technikgläubigkeit in Sachen Internet. Gaschke, im Hauptberuf Redakteurin bei der Klick "Zeit", fragt nach der Qualität des Wissens durch die raschen und umfangreichen Recherchemöglichkeiten im Internet mit Blick auf einen wirklichen Bildungszuwachs. Sie problematisiert die hohen Technikinvestitionen in Kindergärten und Grundschulen auch mit Blick auf die dadurch nicht möglichen Personalinvestitionen. Sie dokumentiert den Qualitätsunterschied zwischen dem journalistischen Angebot in kostenpflichtigen Medien und den vordergründig kostenlosen (und kaum nach Relevanz filterbaren) Angeboten von Internetnutzern. - Neben allen aufgezeigten Spuren der Technikgläubigkeit wirbt die Autorin vehement für die Printmedien, allen voran für Bücher, und für den Sozialraum des gemeinsamen Lernens und Lesen von Jung und Alt. Dieses Buch ist eine fundierte Fortführung der grundlegenden Ausführungen von Neil Postmann (u.a. "Wir amüsieren uns zu Tode"). Gut, aber nur mit hoher Aufmerksamkeit zu lesen. Für Erziehende und alle an der Leseförderung Interessierten ein Muss.

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Susanne Gaschke
Herder (2009)

200 S.
fest geb.

MedienNr.: 561640
ISBN 978-3-451-29996-4
9783451299964
ca. 19,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ha, Te
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