Geschichte des Lesens

Lesen ist heute eine Fähigkeit, die man bei jedem Menschen voraussetzt. Dass dies einer langen Entwicklung bedurfte, belegt der Autor mit Beispielen von den frühen Hochkulturen (Sumerer, Ägypter, Mayas) bis zur Erfindung des Buchdrucks Geschichte des Lesens durch Gutenberg. Ausgehend von der nicht eindeutigen Definition des Begriffs "Lesen" (Information, Deutung) und seiner ungeklärten Anfänge weist der Autor darauf hin, dass neben dem buchstäblichen Lesen auch dasjenige von Krankheitssymptomen, Wildfährten u.a. ausgeübt wurde und wird. Nachdrücklich betont er, dass sich erst mit dem Vorhandensein von Schriftquellen eine Lesekultur entwickeln konnte. Diese Aussage wird mit ausführlichen Literaturauszügen untermauert, die das eigentliche Thema z.T. verdrängen, was durch breit angelegte Schilderungen der kulturgeschichtlichen Entwicklungen während der Antike und des Mittelalters noch verstärkt wird. Das Buch ist gut lesbar, wenn auch die Geschichte des Lesens großteils mit der Entwicklung der Literatur gleichgesetzt wird.

Inge Hagen

Inge Hagen

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Geschichte des Lesens

Geschichte des Lesens

Hans-Joachim Griep
Primus-Verl. (2005)

239 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 221424
ISBN 978-3-89678-514-5
9783896785145
ca. 24,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ha, Ge
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