"Ich habe etwas zu sagen"

In diesem Buch werden (un)bekannte Frauen aus Vergangenheit und Gegenwart vorgestellt, die sich öffentlich gegen Ungerechtigkeit und Willkür geäußert haben und es heute noch tun. Viele dieser mutigen Frauen aus aller Welt müssen "Ich habe etwas zu sagen" ihre ganz persönlichen Traumata mit jedem öffentlichen Auftritt neu durchleben, riskieren Verhaftungen und sogar den Tod. So kann Anita Lasker-Wallfisch erst im Alter über ihre in Auschwitz erlittenen Qualen berichten. Das Model Waris Dirie bricht in ihrer Heimat Somalia ein Tabu, als sie nach ihrer Flucht nach Europa öffentlich und in ihrem Buch "Wüstenblume" (BP 99/53) über ihre im Alter von 5 Jahren erlittene Genitalverstümmelung spricht. Laxmi Agarwal prangert die Rechtlosigkeit von Frauen in Indien an, wo sie von einem viel älteren Mann mit Säure überschüttet wurde, weil sie ihn nicht heiraten wollte. Die 19-jährige Emma González organisiert nach dem Amoklauf an ihrer Schule per Internet den "March for Our Lives" nach Washington, um gegen die laxen Waffengesetze in den USA zu protestieren. Der Leser findet sich in den kurzen Texten mit z. T. großformatigen Fotos der Frauen und deren Aktionen gut zurecht. Jedem Bericht wird eine kurze Zusammenfassung vorangestellt.

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

"Ich habe etwas zu sagen"

"Ich habe etwas zu sagen"

Rita Kohlmaier
Sandmann (2018)

136 S. : zahlr. Ill. (überw. farb.)
fest geb.

MedienNr.: 595752
ISBN 978-3-945543-58-0
9783945543580
ca. 24,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Bi
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