Lass uns über den Tod reden

"Lass uns über den Tod reden", schlägt C. Juliane Vieregge vor und lässt ihre Gesprächspartner erzählen. Mit großer Offenheit berichten sie über das, was sie angesichts des Todes von Vater, Mutter, Partnerin, Geschwistern Lass uns über den Tod reden oder Söhnen erlebt haben und wie sie damit umgingen. Sie richten ihren sehr persönlichen Blick auf die Beziehungen zu den Verstorbenen, auf deren Leben, was davon bleibt und nun Einfluss auf ihr eigenes Leben hat. So kann der Tod eines nahestehenden Menschen zum Auftraggeber, Versöhner, Lebensbegleiter, Weichensteller, Lehrmeister oder zum Berufenden werden. So unterschiedlich die Berichte sind, sie zeigen den Tod als einschneidendes Erlebnis, das alles verändert. Bis dahin Wichtiges wird unwichtig, anderes rückt in den Mittelpunkt. Es ist ein Buch über Trauer, erzählt von dem, was versäumt wurde und nun nicht mehr gelebt werden kann. Vor allem ist es ein Buch über das Leben, das Grenzen weit macht im Angesicht des Todes und von Liebe und Versöhnung erzählt. Nicht zuletzt lehrt es die Leser*innen, auf das eigene Leben zu schauen, vielleicht im Sinne des Theologen Eberhard Jüngel: "Auf die Angst vor dem Tod können wir eingehen, indem wir mit Sorgfalt auf das Leben eingehen". (S. 246). Ab mittleren Beständen empfohlen.

Christiane Raeder

Christiane Raeder

rezensiert für den Borromäusverein.

Lass uns über den Tod reden

Lass uns über den Tod reden

C. Juliane Vieregge
Links-Verl. (2019)

302 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 597644
ISBN 978-3-96289-044-5
9783962890445
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Fa
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