Geschichte und Gesellschaft

Für unsere Zukunft

Idealistische Menschen beginnen kleine unternehmerische Selbstständigkeiten, um aus tiefer Überzeugung natürliche und gesunde Lebensmittel herzustellen. Der Journalist Jens Brehl besucht sie vor Ort und erzählt von ihren anstrengenden Für unsere Zukunft und kreativen Wegen. Diese Lebensläufe sind von der Beharrlichkeit geprägt, Lebensmittel herzustellen, ohne die Erde zu schädigen. Dabei verwenden viele eigenes Geld und privaten Besitz zur Verwirklichung ihrer Vorstellungen. Sie stehen in Konkurrenz zu großen Herstellern von meist billigen Lebensmitteln, die Klima schädigend produzieren, Böden verseuchen und unsere Gesundheit beeinträchtigen, und kämpfen gegen das vorwiegend beständige Kaufverhalten, möglichst billig satt zu werden. Die Familie Hartl z.B. macht den Münchner Kindl Senf. Beim Abfüllen wird bewusst - zu Gunsten von Arbeitsplätzen - teilweise auf Maschinen verzichtet. Aus dem Erlös durch den Verkauf der Firma Herta, einer tier- und menschenverachtenden Fleischproduktion, entstanden die Hermannsdorfer Landwerkstätten, die nur Milch und Tiere aus ökologischer Landwirtschaft verarbeiten. Die Bohlsener Mühle möchte regionale Arbeitsplätze durch mehr Mühlen mit überschaubarer Größe. Durch langsames Mahlen entsteht hochwertiges Mehl. In weiteren Beispielen erhalten wir interessante Einblicke, wie gute Lebensmittel entstehen. Die emotionalen und spannenden Familien- und Gründergeschichten animieren zu ökologischer Landwirtschaft und wecken den Wunsch hochwertige Lebensmittel zu essen. Allgemein empfehlenswert.

Brigitte Müller

Brigitte Müller

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Für unsere Zukunft

Für unsere Zukunft

Jens Brehl
oekom verlag (2020)

224 Seiten : Illustrationen (überwiegend farbig)
kt.

MedienNr.: 969145
ISBN 978-3-96238-204-9
9783962382049
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: So
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