Herr Bien und seine Feinde

"Bien" ist die Bezeichnung für die Gesamtheit von Bienen, für das "Bienenvolk". Die Mensch-Bien-Symbiose ist heute in einer kritischen Phase angelangt - und damit beschäftigt sich dieses einerseits recht kritische, Herr Bien und seine Feinde andererseits aber auch nicht ganz einleuchtende Buch des vielfältigen Hobby-Imkers, Autors und Philosophen Timm Koch (Belletristik, Film- und Fernsehstücke). Beginnend mit der Geschichte einer Symbiose von Bienen und Mensch vor etwa 7000 Jahren, die den Menschen Honig und wichtige Bestäubung von Kulturpflanzen beschert und im Gegenzug geeignete Behausungen, Futterquellen und Gesundheitsvorsorge bietet, geht er an die Einführung verschiedener zunächst wenig anregender Begriffe: Bienenjäger und Honiganzeiger in Afrika, Zwerg- bis Riesenhonigbienen in Asien, Biens wilde Schwestern und - ganz teuflisch - die amerikanischen Chemie-Firmen wie Bayer, Monsanto & Co. Das Bienensterben scheint so ernsthaft programmiert. Dazu kommen noch natürliche Feinde wie die Kleinen Beutenkäfer, die sich als Maden durch die Waben durchfressen und alles von Wachs über Pollen bis zum Honig vertilgen. - Der Autor packt auch immer wieder persönliche Erfahrungen in seine leidenschaftlichen Berichte, leider sind die eingestreuten Schwarz-Weiß-Fotos von nicht zeitgemäßer Qualität. Insgesamt gesehen ist dieses Bienenbuch aber durchaus geeignet als Beitrag zu derzeit vielen Diskussionen über das Bienensterben.

Gertraud Roth

Gertraud Roth

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Herr Bien und seine Feinde

Herr Bien und seine Feinde

Timm Koch
Westend (2018)

220 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 593308
ISBN 978-3-86489-182-3
9783864891823
ca. 20,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Pr, Na
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