Die Schriften von Accra

Die 1974 entdeckten "Schriften von Accra" sind Anlass für Coelho, einen fiktiven Bericht über die Nacht vor der Eroberung Jerusalems durch die Kreuzritter des 1. Kreuzzugs im Juli 1099 zu schreiben. Erzähler ist ein junger Die Schriften von Accra Christ, der harmonisch mit seinen Nachbarn, Juden und Moslems, in der Stadt lebt. Er trifft sich an diesem letzten friedlichen Abend vor dem Angriff mit einer Gruppe von Männern und Frauen verschiedenen Alters und Religionen, um "dem Griechen zuzuhören, den ... alle als den Kopten kennen". Er hatte sich vor Jahren in Jerusalem niedergelassen und glaubt an "die göttliche Kraft", nicht an eine einzelne Religion. Um sich versammelt hat er auch die Oberhäupter der drei Religionen. Der Kopte erklärt den Anwesenden, dass die Kreuzritter zwar die Stadt zerstören, aber nicht das vernichten können, was die Stadt sie alle gelehrt hat: "Die Weisheit, die im Herzen der Menschen wohnt". Er möchte, dass man ihm Fragen stellt, die aufgeschrieben und in die Welt hinausgetragen werden sollen. Seine Antworten sind allgemeine Lebensweisheiten, Antworten auf existentielle Fragen. Er spricht von Besiegten und Siegern, über das Alleinsein, über Angst vor Veränderung, über Freiheit, Schönheit, Loyalität, Wunder und vor allem über Liebe. Das Buch versucht zu zeigen, wie Fragen, die wir vor tausend Jahren hatten, weiterhin aktuell sind. Vor allem für eingefleischte Coelho-Fans und Liebhaber esoterischer Texte geeignet - in KÖBs daher nur mit Bedacht und bei großer Nachfrage einzusetzen. (Übers.: Maralde Meyer-Minnemann)

Ileana Beckmann

Ileana Beckmann

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Schriften von Accra

Die Schriften von Accra

Paulo Coelho
Diogenes (2013)

183 S.
fest geb.

MedienNr.: 376619
ISBN 978-3-257-06848-1
9783257068481
ca. 17,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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