Mika
Mika kommt als Welpe zu Zoltan. Der bildet ihn zum Rettungshund aus. Da das Tier aber einen Hüftschaden hat, zögert Zoltan, ihm die Prüfung zur staatlichen Anerkennung zuzumuten. So kann er nur privat agieren. Aber irgendwann schafft er die Prüfung
und Mika wird bei vielen Katastrophen als Suchhund eingesetzt. Dabei leidet Zoltans Ehe zunächst unter den Heimlichkeiten und dann unter dem unbedingten Helferwillen, der beide immer wieder in Todesgefahr bringt. - Neben dem Inhalt, der tiefe menschliche Bedürfnisse anspricht, ist es die Art, wie verschiedene Erzählebenen künstlerisch und für Kinder klar erkennbar ausgedrückt werden, die den Film aus der Masse heraushebt. Eine Kleinfamilie am Abend, dem kleinen Mädchen wird die Geschichte von Mika vorgelesen. Hier agieren die Personen in einer gezeichneten Bühne. Die Geschichte selbst wird ohne Animation, "real" dargestellt. Szenen, die quasi aus der Sicht Mikas erzählt werden, sind als Zeichentrickfilm arrangiert. Der aus Ungarn kommende Film scheint ein wenig aus der Zeit gefallen zu sein, zeigt er doch Trabis und beinahe vorsintflutliche Straßenbahnen sowie eine antik römisch anmutende Arena, in der die Prüfungen abgehalten und Ehrungen überreicht werden. - Ein warmherziger Film, der die Sehnsucht nach einer heilen Welt befriedigt und breit empfohlen werden kann.
Astrid Frey
rezensiert für den Borromäusverein.
Mika
Schröder Media (2015)
1 DVD Video (ca. 88 Min.)
DVD Video
Borromäus-Altersempfehlung: ab 7