Komm, ich trag dich ein Stück, sagte die Schildkröte
Ein Kind muss sich bald von einem geliebten Menschen verabschieden. Es hat viele Fragen und es hat Angst. Da kommt eine Schildkröte und bietet an, es ein Stück zu tragen. Auf dem großen Schildkrötenpanzer ist es geborgen; es kann alle Fragen und
Gefühle atmen lassen. Den Alltag des Kindes prägen gleichzeitig die Gewissheit des nahenden Todes und fröhliche Momente. Dass Freude und Leid zum Leben gehören, illustriert das "Meer der Tränen", in dem auch viele Freudentränen sind. Vom Kind nach dem Sterben gefragt, spricht die Schildkröte von Hoffnung, vom Leben nach dem Tod und von Erinnerungen. Kongenial ist die Bildsprache, wenn der Löwenzahn mit seinen Schirmchen für Abschied und Hoffnung steht und der Moment des Todes mit einem geöffneten Fenster bebildert wird. Irgendwann sehen sich die beiden seltener, da die Schildkröte auch woanders gebraucht wird. Das in Zusammenarbeit mit dem Momo Kinderpalliativzentrum entstandene Buch regt an, der Trauer Zeit und Raum zu geben und zeigt, wie wichtig es ist, jemanden zu haben, von dem man durch die traurige Zeit getragen wird. – Lena Raubaum und Leonie Schlager gelingt ein einfühlsames, leises, berührendes Buch über Abschied und Trauer, das Menschen beim Abschiednehmen Trost spenden kann. Sehr wertvoll für alle Büchereien, Hospize und Palliativeinrichtungen!
Melanie Schubert
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Komm, ich trag dich ein Stück, sagte die Schildkröte
Lena Raubaum ; Illustration: Leonie Schlager
Tyrolia-Verlag (2025)
[32] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 5