Ein Funke Mut
Unter diesem Motto steht die diesjährige Friedenslicht-Aktion der Pfadfinder. Aus einem kleinen Funken springt die Flamme auf. Aber wie kann das Licht wachsen und sich ausbreiten? Wie gelingt es, in einer Welt voller Krisen und Angst, hoffnungsvoll zu bleiben?
Ein
Funke Mut ist klein, ein kurzer Moment der Entschlossenheit, aber der entscheidende Schritt. Mut heißt, Zivilcourage zu zeigen: Hinschauen, wenn andere ausgegrenzt werden, Beistand geben, sich für Gerechtigkeit einsetzen. Der Funke Mut bedeutet auch, die Hoffnung nicht aufzugeben, nicht allein zu bleiben, sondern andere mit dem Licht zu erreichen.
Es braucht Mut, um einen Beitrag zu Frieden und Solidarität leisten zu können.
Der Funke Mut kann aber wachsen, wenn man sich getragen fühlt – durch Gemeinschaft, die eigene Überzeugung und das Vertrauen auf Gott, den Glauben an eine bessere Welt.
Jedes Jahr entzündet ein Kind in der Geburtsgrotte Jesu in Betlehem das Friedenslicht, ehe sein Weg als Zeichen des Friedens um die Welt geht und verschiedene Länder und sehr viele Menschen erreicht.
In Gemeinden und Kirchen erstrahlt das Symbol der Hoffnung und Versöhnung in der Adventszeit und an Weihnachten. Und alle sind eingeladen, die Friedenslicht-Aktion mitzufeiern, das Licht des Friedens mit nach Hause zu nehmen und weiterzugeben. Normalerweise informieren örtliche Presse und Pfarrbrief über die Aktion.
Jahresthema mit Arbeitshilfe
Hier finden Sie die Orte, Gottesdienste und Lichtfeiern, in denen das Friedenslicht von Betlehem ausgesendet wird.
Die Geschichte
Die Idee, im Advent ein Licht am Geburtsort Jesu zu entzünden und als Friedenszeichen weiterzugeben, entstand im Jahr 1986 im Landesstudio des ORF in Oberösterreich: Ein Kind entfacht in der Geburtsgrotte Jesu in Betlehem eine Flamme. Als Zeichen und als Botschafter des Friedens reist das Licht von Betlehem aus durch die Länder, verkündet die Geburt Jesu und den Frieden der Welt.
Die Botschaft des Friedenslichtes
Das Licht ist das weihnachtliche Symbol. Mit dem Entzünden und Weitergeben des Friedenslichtes aus Betlehem von Pfadfinder*innen wird in Deutschland seit 1993 an die Weihnachtsbotschaft „Friede auf Erden“ erinnert und an den Auftrag, den Frieden zu verwirklichen. Aber wie geht das?
Das Friedenslicht kann den Frieden nicht herbeizaubern. Die Pfadfinder*innen verschenken es von Herzen gern und setzen ein Zeichen für den Frieden, ein Hoffnungszeichen. Jeder bekommt es geschenkt und jeder kann mitmachen.
Das Friedenslicht – eine Erfolgsgeschichte
Das Friedenslicht hat sich in den letzten Jahren von der kleinen Flamme zum großen Lichtermeer ausgebreitet. Es leuchtet mit seiner Botschaft Millionen von Menschen. Möglich geworden ist dies auch durch moderne Transportmittel, Flugzeug und Fernzüge. Moderne Kommunikationsmittel verbreiten die Botschaft des Friedenslichtes weltweit und machen sie in vielen Ländern bekannt.
- Das Licht aus Israel wird mit dem Flugzeug in einer explosionssicheren Lampe nach Wien gebracht bzw. nach Linz in Oberösterreich.
- Pfadfindergruppen aus ganz Europa fahren eigens nach Österreich. Dort erleben sie eine große Gemeinschaft, wenn am dritten Advent im Dom das Friedenslicht von Betlehem ausgeteilt wird.
- Alle haben das gleiche Ziel: Mit Zügen, die über den ganzen Kontinent fahren, bringen die Pfadfinder*innen das Friedenslicht nach Hause, wo es mit vielen Menschen geteilt wird.