Das Geheimnis des verschwundenen Amuletts
Mira Sommer ist gerade mit ihrer Familie umgezogen. Als sie sich in der neuen Umgebung umschaut, fällt ihr ein Auto mit Anhänger auf, in dem zwei Ziegen eingesperrt sind. Mira bekommt mit, dass die Ziegen zum Schlachthof sollen, und will sie retten.
Leider gelingt ihr das nicht, aber als sie schließlich aufgibt, findet sie ein Amulett, das ihr seltsam vorkommt, und in der Nähe davon Hufspuren. Zu dem Zeitpunkt weiß Mira noch nicht, dass im örtlichen Museum ein goldenes Amulett entwendet wurde. Als erstes sucht sie ihr Buch mit den Tierspuren. Als Detektivin ist sie eigentlich mit allem ausgestattet, aber in welchem Umzugskarton sind ihre Bücher denn nun? Die Ziegen werden in der Zwischenzeit von Fabio und Amelie gerettet, die Mira kurz darauf kennenlernt. Doch sind sie nun in Gefahr, jetzt wo sie die Ziegen verstecken? Die drei Detektive gehen organisiert an den Fall heran und schaffen es mit genauer Beobachtungsgabe und analytischem Denken, den Fall zu lösen. Vorher gerät Mira allerdings selbst ins Visier der Ermittler, weil ihre Fingerabdrücke auf dem Amulett sind. Doch am Ende ist alles geklärt. – Anfangs fällt es ein wenig schwer, in die Geschichte zu finden, weil ein wenig sprunghaft erzählt wird. Später kann man sich besser orientieren und der Geschichte, die abwechslungsreich und detailverliebt erzählt wird, besser folgen. Es ist schön zu beobachten, wie Mira sich von einer etwas schüchternen Beobachterin zu einer selbstbewussten Ermittlerin mausert. Die Kommissarin Philippa Kern steuert mit ihrer witzigen Art eine humorvolle Note bei. Alles in allem ein spannender, sprachlich eher anspruchsvoller Krimi für Kinder.
Sonja Gast
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Das Geheimnis des verschwundenen Amuletts
Marietheres Wagner
Midas (2026)
192 Seiten
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 9