Es war einmal ein Tiger
Der Tiger ist zu Beginn schlecht gelaunt, er hält alle Tiere des Dschungels durch seine Mürrischkeit auf Abstand: er hat in Wirklichkeit nämlich Angst, nicht furchterregend genug zu sein. Doch dann erlauben ihm drei Kinder, die sich im Dschungel
verlaufen haben, diesen Abstand nicht. Da taut auch der Tiger auf und geht sogar für seine drei kleinen Freunde in die große Stadt. Dort ist es gefährlich und nicht artgerecht für ihn und er verabschiedet sich schlussendlich, ist dann aber mit sich und seinem Leben im Dschungel versöhnt. – Hervorzuheben ist die Botschaft, dass es helfen kann, unfreundlichen Gegenübern mit beharrlicher Freundlichkeit zu begegnen, und dass Mürrischkeit oft einen unbekannten Grund hat. Kleinere Kinder können so etwa an den Umgang mit traumatisierten oder psychisch kranken Personen herangeführt werden. Das Setting des Buches ist Asien, so dass interkulturelle Aspekte bei der Lektüre ebenso besprochen werden können.
Janina Dillig
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Es war einmal ein Tiger
Sarah Massini
Midas (2026)
[40] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4