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Der Roman startet in medias res: Die 17-jährige Ich-Erzählerin Sherry wird von ihrem Sozialarbeiter Mario aus der Jugendarrestanstalt bei Köln in die Sächsische Schweiz gebracht. In Rückblicken erfährt man, dass sie, seit sie ein Baby war, von
ihren Adoptiveltern vermarktet wurde, indem sie sie rund um die Uhr filmten und alles ins Netz stellten. Deren Geschäftsmodell war es, als Influencer mit dem süßen Baby altersgerechte Produkte und Kleidung anzupreisen. Das ging bis ins Teenager-Alter immer so weiter. Weil Sherry misstrauisch war, wagte sie es nicht, sich jemandem anzuvertrauen. Ein krimineller Ausbruch bringt sie nun ins Programm „Morgenlicht“, zu einem Camp für straffällige Jugendliche. Dort merkt sie bald, dass das Programm ihr eine Chance gibt. Ihre Mitbewohner Alma, Bianca, Rahim und Jonas erweisen sich als nett und haben alle ihr Päckchen zu tragen. Und dann verliebt sie sich in Paco, der als Bademeister arbeitet und der Enkel der Camp-Leiterin ist … – Die in Berlin lebende Autorin Basma Hallak (Jg. 1996) hat einen Instagram-Account, auf dem sie über Bücher spricht. Sie kennt also die Fallstricke von Social Media. Ihr Jugendbuch ist bewegend und rüttelt auf. Gerne folgt man der jungen Sherry bei ihrer Selbstfindung.
Karin Blank
rezensiert für den Borromäusverein.
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Basma Hallak
Arctis (2025)
409 Seiten : Illustrationen
fest geb.