Die letzte Insel

In einer nahen Zukunft soll der Naturforscher Holm auf einer kleinen, abgelegenen Insel Flora und Fauna katalogisieren, da dort eine Abfall-Aufbereitungsstätte geplant ist. Als Holm bei der Anfahrt auf die Insel Schiffbruch erleidet, wird er an den Die letzte Insel Strand gespült und von einer Gruppe Mönche gerettet. Eigentlich sollte die Insel unbewohnt sein, doch das kleine Kloster ist völlig autark und ohne Kontakt zur Außenwelt. Holm kann bald nach seiner Ankunft miterleben, was es bedeutet, von außen in einen geschlossenen Mikrokosmos einzudringen. Zwei Mönche sterben an einem Fieber, das er eingeschleppt hat. Und auch bei Holm selbst verschlimmert sich durch die raue Natur der Insel ein Herzleiden. Zwei Generationen vorher verliert eine Schweizerin bei einer Flutkatastrophe ihren irischen Ehemann. In ihrer Trauer zieht sie in ein Haus an der Küste der irischen Insel. Auf langen Strandspaziergängen sinniert sie über eine Affäre mit einem alten Schweizer Freund, die sie ihrem Mann nie gestanden hat, und glaubt, dass diese Schuld zu seinem Tod durch die Flut geführt hat. – Der leise und sprachlich sehr eindrucksvoll geschriebene Roman beleuchtet ungeschönt die Folgen des Klimawandels und den Versuch der Protagonisten, in dieser veränderten Welt Halt zu finden. Ohne zu werten, zeichnet die Autorin ein bewegendes Bild der Zerbrechlichkeit der Natur, der menschlichen Gesundheit und der Sehnsüchte des Menschen, die Ursachen dafür zu verstehen.

Stefanie Simon

Stefanie Simon

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Die letzte Insel

Die letzte Insel

Gabrielle Alioth
Lenos Verlag (2025)

227 Seiten : Illustration
fest geb.

MedienNr.: 755083
ISBN 978-3-03925-045-5
9783039250455
ca. 26,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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