Revolutionärinnen
Die Historikerin Alexandra Bleyer hat 20 Frauen ausgewählt, die sich durch ihre Arbeit, ihr Engagement und ihren Kampf in den vergangen zwei Jahrhunderten überall auf der Welt für die Gleichberechtigung der Frau und vor allem für ihre Bildung und
politische Teilhabe eingesetzt haben. Ausgewählt wurden viele bekannte Frauen wie beispielsweise George Sand, Bertha von Suttner oder Rosa Luxemburg wie auch ziemlich unbekannte Frauen, deren Namen erst durch ihre Biografie der Autorin ein Gesicht bekommen. Beim Lesen fällt auf, dass vor allem Mut und Beharrlichkeit und der Wunsch, die Welt für Frauen zu verbessern, die wichtigen Eigenschaften sind, die allen Revolutionärinnen gleich sind. Viele von ihnen hatten bereits eine bessere Bildung, als Frauen gemeinhin zugestanden wurde, und sie erkannten, dass Wissen und Bildung wichtige Hilfsmittel im Kampf um Gleichberechtigung sein würden. In den Biografien der Frauen wird deutlich, wie wichtig auch Medienpräsenz und eine weltweite Vernetzung waren, um ihrem Kampf und ihren Zielen eine Öffentlichkeit zu ermöglichen. In vielen Geschichten tauchen immer wieder bekannte Namen auf, die zeigen, dass Solidarität, Freundschaft und Zusammenarbeit wichtige strategische Mittel auf dem Weg zu einer besseren Welt vor allem für Frauen waren. – Da das Thema angesichts von aktuellen gesellschaftspolitischen Veränderungen in manchen Ländern nichts von seiner Bedeutung eingebüßt hat, kann man diesen Titel nur dringend empfehlen.
Annemarie Schreibert
rezensiert für den Borromäusverein.
Revolutionärinnen
Alexandra Bleyer
Reclam (2025)
302 Seiten
fest geb.