Glück ist nicht genug
„Die große Lüge des Glücks“ hat der Autor, der Professor für Innovationsmanagement und Unternehmensberater ist, den Prolog überschrieben. Denn Glück ist „flüchtig, unzuverlässig, manipulativ“ und zu sehr auf Konsum ausgerichtet. Dem
stellt der Autor das Konzept der „Eudaimonia“ aus der aristotelischen Ethik gegenüber. Ziel sollte sein ein sinnvolles Leben, ein Leben voller Tiefe, Verantwortung und Erfüllung, ein Leben mit geistiger Entfaltung, sozialer Verbundenheit, in dem wir die Verantwortung für unser Leben selbst übernehmen, es selbst gestalten. Subjektive Zufriedenheit reicht dabei nicht aus, ebenso gehört eine authentische Selbstverwirklichung dazu, ein tugendhafter Weg, der tiefer und wahrhaftiger ist als ein konsumbetontes Leben. Es ist kein einfacher, dafür aber ein sinnerfüllender Weg. Als Hilfe hat der Autor am Ende aller Kapitel eine Zusammenfassung sowie praktische Reflexionsfragen und Übungen beigefügt. Zahlreiche Anmerkungen und Literaturhinweise beenden das empfehlenswerte Werk, das die Leser zum Umdenken auffordert, um an ein sinnvolles Ziel zu gelangen.
Michael Mücke
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Glück ist nicht genug
Oliver Hoffmann
Reclam (2026)
226 Seiten
fest geb.