Das Gesetz der Natur
Mehrere Generationen nach einer apokalyptischen Katastrophe beginnen sich zumindest Teile der Natur Nordamerikas wieder zu erholen. Die Menschen haben sich zu Nationen zusammengeschlossen und das Gesetz der Natur etabliert, das den Besitz von Büchern
ebenso wie von Schusswaffen als Überreste der untergegangenen Gesellschaft mit dem Tod bestraft. Sogenannte Mutanten, die aufgrund der nuklearen Komponente der Apokalypse mit körperlichen Veränderungen geboren werden, werden verhaftet und rituell hingerichtet. Der jungen Mutantin Gaia jedoch gelingt es, sich jahrelang im Wald zu verstecken. Dort wird sie von zwei Männern großgezogen, dem liebevollen Lehrer, der sie gegen alle Gesetze in die Kunst des Lesens und das Konzept der Gerechtigkeit einweiht, und dem niederträchtigen Jäger, der sie im Kampf ausbildet. Als ihr Versteck auffliegt, beginnt für Gaia eine außergewöhnliche Odyssee, im Laufe derer sie immer wieder folgenreiche Entscheidungen treffen muss. - Der knapp 600 Seiten umfassende Roman erschafft eine faszinierende Gegenüberstellung zu unserer heutigen Welt, in der eine charakterstarke Protagonistin ihren Weg sucht. Aufgrund des philosophischen, stellenweise beinahe biblisch anmutenden Schreibstils eher für anspruchsvolle Leserinnen und Leser zu empfehlen.
Das Gesetz der Natur
Solomonica de Winter ; aus dem Amerikanischen von Meredith Barth
Diogenes (2022)
595 Seiten
fest geb.