Himmel ohne Ende

Das erste Prosawerk der erfolgreichen Lyrikerin und Poetry-Slammerin Julia Engelmann ist ein klassischer Coming of Age-Roman: Die 15-jährige Heldin Charlie leidet darunter, dass ihr Vater ihre Mutter und sie verlassen hat. Seitdem hat sie zunehmend Himmel ohne Ende das Gefühl, von ihrer Umwelt durch eine Glasscheibe getrennt zu sein und ihr Leben nur als reflektierende Beobachterin zu führen. Sie zieht sich immer mehr in sich zurück, hängt philosophischen Gedanken nach und kapselt sich von der Außenwelt ab. Das ändert sich erst, als Kornelius, der gleich am ersten Schultag den Spitznamen "Pommes" erhält, in ihre Klasse kommt und es schafft, sie Stück für Stück aus ihrer Isolation zu befreien. – Das Buch "Himmel ohne Ende" werden alle diejenigen gerne lesen, die sich für das Thema Identitätsfindung und ihre literarische Gestaltung interessieren, die bei Engelmann ganz in der Tradition von Hesses "Demian" und Wedekinds "Frühlingserwachen" steht. Gut geschrieben, mit einem charakteristischen Ton, lässt sich der Roman trotz der schweren Thematik leicht lesen.

Antonie Magen

Antonie Magen

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Himmel ohne Ende

Himmel ohne Ende

Julia Engelmann
Diogenes (2025)

324 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 754719
ISBN 978-3-257-07323-2
9783257073232
ca. 25,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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