Grüne Welle

Eine Künstlerin hat mit ihrer besten Freundin das Kino besucht, ein monatliches Ritual und eine der wenigen kleinen Fluchten vor ihrem lieblosen, gewalttätigen Ehemann, die sie sich noch gönnt. Auf dem Heimweg verfährt sie sich und verliert komplett Grüne Welle die Orientierung, sie fährt einfach immer weiter – schwimmt mit der "grünen Welle". Ihr Handy-Akku ist leer und sie fährt einfach immer weiter. Sie denkt beim Fahren über ihr Leben, ihre Ehe, ihre Kunst nach. Sie nimmt die Landschaft, die Natur und den Sonnenaufgang ganz bewusst wahr. Sie überfährt ein Reh und sie nimmt zwei junge Frauen als Anhalterinnen mit, die ihr weiter Stoff zum Nachdenken geben ... und kehrt am Ende zurück. Sie ist im Kreis gefahren, so wie ihre Gedanken sich im Kreis drehen. – Schüttpelz schreibt gedankenschwer, manches deutet sie nur subtil an. Ein Buch voller weiblicher Selbstreflexion mit wenig äußerer Handlung. Für literarisch interessierte Leser möglich.

Marion Sedelmayer

Marion Sedelmayer

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Grüne Welle

Grüne Welle

Esther Schüttpelz
Diogenes (2026)

205 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 624763
ISBN 978-3-257-07381-2
9783257073812
ca. 25,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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