Die Klippe

In jungen Jahren war Marcus ein gefeierter Bestsellerautor. Jetzt, zehn Jahre später, steckt er in einer Schreibkrise und jobbt als Briefträger. Als Marcus von seinem Autorenkollegen Ernst gebeten wird, dessen Manuskript unter Pseudonym an seine Die Klippe Agentin weiterzuleiten und dafür am Gewinn beteiligt zu werden, willigt er ein. Marcus verrät seiner Agentin und guten Freundin Beyan nicht, dass Ernst der Urheber des Romans ist, sondern schlüpft nach der Veröffentlichung selbst wieder in die Rolle des gefeierten Autors. Ernst hat finanzielle Probleme und fängt an, Marcus zu drohen, ihn auffliegen zu lassen, und erpresst ihn. Deshalb traut sich Marcus nicht, Nein zu sagen, als Ernst in sein geliebtes Sommerhäuschen einzieht und sich dort festsetzt. Parallel dazu kriselt es in Marcus' Ehe mit der glücklosen Schauspielerin Nathalie. Marcus fühlt sich in die Ecke gedrängt. Sein Ruf und seine Zukunft stehen auf dem Spiel. Wie wird er seine Quälgeister wieder los? – Ähnlich wie in „Der Ausflug“ (BP/mp 24/570) webt Kvensler hier eine packende psychologische Geschichte über einen ganz normalen Menschen von nebenan, der sich in eine ausweglose Situation hineinmanövriert, aus der das Morden als einziger Ausweg erscheint. Kvensler, ein bekennender Fan von Patricia Highsmith, hat mit diesem nervenkitzelnden Katz- und Mausspiel erneut auf hohem Niveau geliefert, diesmal mit einem spannenden Einblick in die schwedische Verlagsbranche.

Maria Holgersson

Maria Holgersson

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Klippe

Die Klippe

Ulf Kvensler ; aus dem Schwedischen von Sabine Thiele
Penguin Verlag (2026)

378 Seiten
kt.

MedienNr.: 624411
ISBN 978-3-328-11403-1
9783328114031
ca. 17,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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