Der Islam und ich
Aufgrund seines Namens und seiner pakistanischen Herkunft wird der in Oldenburg geborene Autor stets für einen Muslim gehalten, doch seine Eltern haben ihn, inzwischen konfessionslos, christlich taufen lassen. Dadurch erlebt er am eigenen Leibe immer
wieder, wie andere Muslime auf seine Lebensführung Einfluss nehmen wollen, und muss feststellen, dass dies ein verbreitetes Phänomen in den muslimischen Communities ist. Dennoch gilt es, so seine Überzeugung, jedem Einzelnen unvoreingenommen zu begegnen und nicht zu pauschalisieren. Gleichzeitig darf eine offene, liberale Gesellschaft nicht den Nährboden für das Erstarken intoleranter Minderheiten bieten. Es gilt, wachsam zu sein und die Dinge beim Namen zu nennen. Von den vielen friedliebenden Muslimen, die die Mehrheit ausmachen, wünscht sich der Autor, dass sie sich in die Debatte einbringen und aktiv für einen liberalen Islam eintreten. Aufgrund der Aktualität ist das Buch allen Büchereien empfohlen.
Martina Häusler
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Islam und ich
Hasnain Kazim
Penguin Verlag (2026)
123 Seiten
fest geb.