Eine Seite noch

Die Autorin möchte sich einen Sommer lang beim Lesen auf die Finger gucken und lädt ihre Leserinnen und Leser dazu ein, sie auf die kleinen Ausflüge und großen Expeditionen zu begleiten, auf die die Bücher sie mitnehmen. Von Mai bis Oktober liest Eine Seite noch sie alles, was die Stapel rund um ihren Lesesessel hergeben: Bestsellerlistenschmöker, japanische Krimis, Romantasy, Thomas Mann, Virginia Woolf, Seneca, Tolstoi – um nur einige der Genres und Autoren zu nennen. Rund 50 Romane, Sachbücher, Kurzgeschichten und Novellen, dazu noch 20 Hörbücher: Das ist ein beeindruckendes Pensum mit einer erstaunlichen Bandbreite. Winnemuth plaudert über ihre Lesebiografie, beschreibt einen idealen Lesetag, offenbart ihre Abneigung gegen Eselsohren und Vorliebe für Post-its, ihre Einstellung zu Hörbüchern und E-Readern, sie berichtet über Lese-Challenges und beklagt das Dilemma, wenn es darum geht, Bücher für die Ferien auszuwählen. Gut aufgehoben fühlt sie sich in der Gemeinschaft der Menschen, die Bücher lieben, und die von Offenheit, Neugier, Interesse an neuen Welten und Erfahrungen geprägt ist. Worin liegt der Sinn des Lesens? "Finden, was man nicht gesucht hat. Und dadurch das Leben eine Nummer größer machen." Hier, wie an vielen anderen Stellen auch, spricht Winnemuth Büchermenschen und Lesebegeisterten aus dem Herzen. Diese finden sich auf jeder einzelnen Seite wieder: manchmal ertappt, meistens bestätigt, immer verstanden. Was für eine wunderbare, beglückende, bereichernde Lektüre! Auf die Frage im Untertitel "Warum macht uns Lesen so glücklich?" hat die Rezensentin eine klare Antwort: Weil es Bücher wie dieses gibt. Unbedingt empfehlenswert!

Gertrud Plennert

Gertrud Plennert

rezensiert für den Borromäusverein.

Eine Seite noch

Eine Seite noch

Meike Winnemuth
PENGUIN VERLAG (2026)

201 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 624438
ISBN 978-3-328-60478-5
9783328604785
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Li
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