Dante Alighieri
Zu einer der tragenden Säulen der Weltliteratur und für unser Verständnis der Welt gehört ohne jeden Zweifel die "Göttliche Komödie" von Dante Alighieri. Fast zwei Jahrzehnte schrieb Dante an diesem Werk, bis er es 1320 vollenden konnte. Erzählt
wird hier von einer Reise durch die jenseitige Welt, von der Hölle zum Purgatorium und schließlich zum Paradies. Dante nimmt den Leser mit auf seine unablässige existenzielle Suche nach der göttlichen Ordnung der Welt. Und seit Jahrhunderten ist diese Suche nach dieser göttlichen Weltordnung auch Gegenstand immer wieder neuer Interpretationen und intellektueller Annäherungen. Auch der Autor der vorliegenden Dante-Studie weiß um diese seit "Jahrhunderten fortlaufende Forschungsbemühung", Dante zu verstehen. Ihm geht es dabei vor allem um einen "neuen, frischen Blick" auf den Text. Damit gelingt es ihm, auch diejenigen Leser auf Dante neugierig zu machen, die angesichts einer nicht mehr überschaubaren, erschlagenden 'Dante-Philologie' bislang vor einer Lektüre des Textes zurückgeschreckt sind. Man fühlt sich geradezu von einem erfahrenen Dante-Forscher an die Hand genommen und ermutigt, einmal wieder oder zum ersten Mal dieses Buch zu lesen, das eines der tragenden Fundamente unseres Weltverständnisses darstellt. Damit geht von dem Buch tatsächlich die vom Autor gewünschte Ermutigung aus, "die Ausfahrt auf Dantes großes Meer des Sinns selbst zu wagen".
Carl Wilhelm Macke
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Dante Alighieri
Karlheinz Stierle
Beck (2014)
235 S. : Ill.
fest geb.