Das Buch vom Meer oder wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen
Der Autor und Journalist Morten A. Strøksnes und sein Freund, der Künstler Hugo Aasjord, wollen einen Eishai fangen. Für dieses Projekt nehmen sie sich ein Jahr Zeit. Strøksnes besucht zu jeder Jahreszeit seinen Freund auf den Lofoten. Während
Hugo Bilder malt und sein Anwesen renoviert, beobachtet Morten das Meer und liest seine mitgebrachten Bücher, um Inspirationen für kurze Betrachtungen über die verschiedensten Aspekte des Meeres zu bekommen. Zwischendurch hecken die beiden Freunde Pläne für den ultimativen Haifang aus und verbringen viele Stunden in einem kleinen Schlauchboot auf dem Fjord. - Durch die im Buch enthaltenen Betrachtungen (mit Fußnoten) lernt der Leser viel über die Entstehung der Erde und der Weltmeere, über uralte Meeresbewohner, Entdeckungsreisende, griechische und nordische Mythologie, über Fischfangmethoden, Umweltverschmutzung und Artensterben. Natürlich dürfen literarische Referenzen zu Melvilles Moby Dick, zur Odyssee oder zu Jona und dem Wal nicht fehlen. Poetisch werden das Meer und die Natur im Wechsel der Jahreszeiten beschrieben. Dem Leser werden die Wunder der Schöpfung vor Augen geführt und es wird deutlich, warum das Meer mit seiner Artenvielfalt für die Menschheit lebensnotwendig ist. Eine sehr anregende und lehrreiche Lektüre, trotzdem humorvoll und mit leichter Hand geschrieben. Dieser kleine, schön gestaltete Leinenband wird sicherlich denjenigen, die schon mal auf den Lofoten waren oder davon träumen, aber auch natur- und umweltinteressierte Leser ansprechen. Sehr empfehlenswert ab mittleren Beständen! (Übers.: Ina Kronenberger u. Sylvia Kall)
Maria Holgersson
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Buch vom Meer oder wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen
Morten A. Strøksnes
Dt. Verl.-Anst. (2016)
363 S. : Ill.
fest geb.