Aller Anfang ist böse
New York, 1920er Jahre: Die junge Evie wird von ihren Eltern in die schillernde Metropole geschickt, wo sie schnell dem aufregenden Partyleben verfällt. Doch die Freude währt nicht lange: Eine mysteriöse Mordserie erschüttert die Stadt. Als ihr
Onkel, der auf okkulte Ermittlungen spezialisiert ist, in die Untersuchungen hineingezogen wird, bemerken sie bald, dass unnatürliche Kräfte im Spiel sind. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Werden sie es schaffen, den Mörder aufzuhalten? – Ein gelungener Auftakt und ein Romancethriller der besonderen Art – eine spannende Kombination! Das Buch überrascht mit einer düsteren Note, wo man zunächst mehr Romantik erwartet hätte. Der Schreibstil ist mitreißend, und trotz der stolzen 648 Seiten liest es sich schnell. Neben dem Hauptplot gibt es zahlreiche interessante Nebenschauplätze, die das 20er-Jahre-Setting mit seinem Glamour und seinen Schattenseiten beleuchten. Die Figuren sind facettenreich, besonders Evie als Protagonistin. Sie hat Ecken und Kanten und handelt manchmal egoistisch oder moralisch fragwürdig, was sie jedoch umso authentischer macht. Ihre Entwicklung im Verlauf der Geschichte ist gut herausgearbeitet, und man bekommt viel von ihrem Charakter mit. Die meisten Fragen werden im ersten Band geklärt, einige jedoch bewusst offengelassen, was neugierig auf den zweiten Band macht – allerdings gibt es keinen großen Cliffhanger, sodass man nach Band 1 auch einen Abschluss finden könnte.
Alexandra Panradl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Aller Anfang ist böse
Libba Bray ; aus dem amerikanischen Englisch von Barbara Lehnerer
dtv (2024)
Diviners-Reihe ; 1
654 Seiten
kt.