Dunkle Wälder, ferne Sehnsucht

Obwohl die Ehe der St. Petersburger Modesalonbesitzerin Christina Weber schon lange auf wackligen Füßen steht, vereitelt ihr Mann den Erpressungsversuch von Christinas Tochter Alexandra. Die Familie von Christinas Schwester Eleonora genießt inzwischen Dunkle Wälder, ferne Sehnsucht hohes Ansehen in der Stadt Saratow, wo ihr Mann ein selbständiger Händler ist. Eleonora vermisst ihre Tochter Sophia, die in St. Petersburg Kunst studiert und ihren geliebten Juri heiratet. Die jüngste Schwester, Klara, bleibt in der Kolonie Waidbach, hat aber mit den Neuankömmlingen aus Deutschland Probleme, vor allem mit der Familie des Mannes, der sie als junges Mädchen vergewaltigt hat. Dass sie eines Tages dessen Kinder in ihre Familie aufnimmt und ausgerechnet die Tochter des Vergewaltigers für die Verschleppung ihrer eigenen Tochter durch Kirgisen verantwortlich ist, macht ihr Verhältnis zu den Pflegekindern nicht besser. Wie im 1. Teil der Trilogie bleibt der Charakter der Christina weitestgehend statisch. Christinas Schwestern dagegen machen einen Wandel durch. Insgesamt gelingt Sahler ein einleuchtend konstruiertes Gesamtbild der Entwicklung der Kolonie und seiner Bewohner:innen.

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Dunkle Wälder, ferne Sehnsucht

Dunkle Wälder, ferne Sehnsucht

Martina Sahler
Knaur (2024)

Wolga-Saga ; [2]
345 Seiten : Karte
kt.

MedienNr.: 618719
ISBN 978-3-426-21775-7
9783426217757
ca. 15,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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