Die Freischwimmerin

Bhanu ist in einer indischen Gemeinde in Afrika aufgewachsen. Sie ist noch ein Kind, als ihre Mutter sie bei ihrer Schwester unterbringt und sich anschließend das Leben nimmt. Später, als Jugendliche, verliebt sich Bhanu in Deep. Sie ist untröstlich, Die Freischwimmerin als die Familie nach London zieht. Allein das Versprechen Deeps, so bald als möglich nachzukommen, gibt ihr Hoffnung. Eine Intrige vereitelt den Plan. Bhanu heiratet Hari, bei dem sie ein gesichertes Leben hat. Ihre Ehe hat aber auch eine andere Seite. Hari ist untreu und seiner herrschsüchtigen Mutter ergeben, die von Anfang an gegen die Verbindung ist und Bhanu das Leben schwer macht. Die beiden inzwischen erwachsenen Kinder schauen auf sie herab. Um nicht zu verzweifeln, zieht sich Bhanu in schwierigen Situationen zurück und führt Zwiegespräche mit Deep, ihrer großen unerfüllten Liebe. In dieser Parallelwelt ist sie glücklich. Kurz vor dem 40. Hochzeitstag, auf einer Kreuzfahrt, lernt Bhanu die Deutsche Helga kennen, die resolut ihr Leben meistert und ihr Vorbild wird. Als sie Deep nach all den Jahren zufällig begegnet, wird ihr bewusst, dass ihre Träume realitätsfremd sind. Mutig fasst sie einen Entschluss. Ein überzeugend ehrlicher Roman über die Zerrissenheit einer fast 60-jährigen Frau, die in der indischen Kultur verwurzelt ist und andererseits ihr Leben in der westlichen Welt selbstbestimmt verwirklichen möchte.

Gabriele Berberich

Gabriele Berberich

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Freischwimmerin

Die Freischwimmerin

Preethi Nair ; aus dem Englischen von Karin Dufner
Droemer (2022)

300 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 611057
ISBN 978-3-426-28269-4
9783426282694
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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