42,195 Kilometer
Amanal wächst im Kriegsgebiet in Tigray, einem Teil von Äthiopien auf. Sein Vater stirbt früh, seine Mutter bringt die Familie alleine durch. Petros flieht mit 16 Jahren nach Deutschland, um nicht im Krieg kämpfen zu müssen. In diesem Buch erzählt
er abwechselnd von seinem Ankommen in Deutschland und von seiner Kindheit in Tigray. Besonders interessant ist das komplett andere Leben, das er in seiner Jugend geführt hat, andere Werte, anderes Zeitverständnis und ganz unterschiedliche Lebensumstände. Völlig auf sich gestellt, muss der junge Amanal sich in Deutschland in die Gesellschaft einfügen. Das gelingt ihm dank zahlreicher freundlicher, helfender Menschen und insbesondere durch den Sport. Zunächst tritt er in einen Fußballverein ein, hier ist er "nur" Auswechselspieler, genießt aber das Mannschaftsgefühl. Hier entdeckt er auch sein Talent und seine Leidenschaft für das Laufen. Von fünf über zehn Kilometer und schließlich auch über seine Wunschdisziplin, dem Marathonlauf, sammelt er Erfolge. Nachdem er eingebürgert wurde, kann er sich als Sportsoldat ganz auf seine athletische Laufbahn konzentrieren. – Beispiel eines Lebens zwischen zwei Kulturen und einer gelungenen Integration. Ganz nebenbei gibt es Hintergründe zu dem Leben von Asylbewerbern und dem Leistungssport. Auch schon in kleineren Sachbuchbeständen einsetzbar.
Dorothee Rensen
rezensiert für den Borromäusverein.
42,195 Kilometer
Amanal Petros mit Mara Pfeiffer
Droemer (2026)
319, [8] Seiten : Illustrationen (überwiegend farbig)
fest geb.