Oh, wie schön ist Afrika ...
In 28 Kapiteln zeigt Sieg, was für ihn Afrika ausmacht. Er hat (teils zusammen mit seinem Sohn) die Länder Kenia, Tansania, Uganda, Äthiopien, Südafrika und Ghana besucht und bei 18 verschiedenen Gastgebern (Hosts) übernachtet. Das Buch lebt von
den Geschichten der Menschen, mit denen Sieg jeweils eine kurze Zeit zusammenlebt und für deren Leben er sich interessiert. Sieg begegnet seinen Gastgebern mit stets frischer und unvoreingenommener Neugier, berichtet aber auch ungeschönt von den teils für Europäern als unerträglich erscheinenden Lebensbedingungen. - Die Beschreibungen wirken so authentisch, dass man fast das Gefühl hat, auf den Reisen dabei gewesen zu sein. Schade ist, dass es immer wieder Sprünge in den Berichten gibt, die verwirren können. Zu beachten ist, dass die Lektüre nicht unbedingt Lust auf einen Afrika-Urlaub macht, sondern im Gegenteil auch abschrecken kann.
Nicole Schuster
rezensiert für den Borromäusverein.
Oh, wie schön ist Afrika ...
Sören Sieg
Goldmann (2022)
315 Seiten
kt.