Dein Wille geschehe
Der Psychologe Joe O'Loughlin hat eben einen Job als Dozent an der Universität angetreten, als er von der Polizei zu einem Einsatz gerufen wird. Eine Frau droht, sich von einer Brücke zu stürzen. Doch O'Loughlin kann nichts ausrichten. Kurz vor
seinem Eintreffen springt die Frau, die die ganze Zeit über mit ihrem Handy telefoniert hat, in die Tiefe. Die Polizei stellt trotz der merkwürdigen Umstände keine Ermittlungen an. Als Darcey, die 16-jährige Tochter der Toten, bei O'Loughlin auftaucht und deutlich wird, dass sie nicht an einen Selbstmord ihrer Mutter glaubt, beginnt der an Parkinson erkrankte Psychologe den Fall näher zu untersuchen. Dabei gerät auch seine Familie in Gefahr. Robothams Gespür für Details gibt dieser Geschichte, die abwechselnd aus der Perspektive O'Loughlins und aus der Perspektive des Mörders erzählt wird, einen realistischen Tonfall. Außerdem gelingt es dem Autor, trotz der typischen Rollenverteilung, den Charakteren eine individuelle Färbung zu verleihen. Ein geschickt konstruierter Thriller. (Übers.: Kristian Lutze)
Walter Brunhuber
rezensiert für den Borromäusverein.
Dein Wille geschehe
Michael Robotham
Goldmann (2010)
Goldmann ; 47458
567 S.
kt.