Thornbird
Gabrielle ist ein ganz normaler Teenager – zumindest versuchen alle in der Familie, diesen Schein zu wahren. Doch dem ist nicht so. Schließlich ist ihr Vater ein Serienmörder, der sechs Frauen und Gabrielles eigene Mutter umgebracht hat. Aber niemand
soll dies erfahren, um Gabrielle das Leben so leicht wie möglich zu machen. So ändert sie ihren Namen in Ryan und nimmt den Nachnamen ihrer Tante und ihres Onkels an. Doch in sich selbst kämpft sie ständig mit sich und ihrer Herkunft. Sie kann sich niemandem anvertrauen. Schließlich gibt es mittlerweile eine Belohnung für weitere Hinweise auf den Verbleib der Leichen. Es kommt zu einem regelrechten Kampf um die Aufklärung des Falls. Da wäre es ein gefundenes Fressen, wenn jemand wüsste, dass sie die einzige Tochter des Mörders ist. Gleichzeitig versucht sie selbst, Klarheit zu erlangen und möchte wissen, was damals passiert ist. Ein durch und durch emotionaler und spannender Thriller. Man kann sich gut in die von Wut, Verzweiflung, Trauer und Misstrauen geprägten Gefühle der Hauptdarstellerin versetzen. Man spürt die Zerrissenheit zwischen der Vergangenheit und dem Wunsch nach einem normalen Leben. Eine Empfehlung für alle Thrillerfans, die es gerne nicht so blutrünstig haben.
Corinna Meierhöfer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Thornbird
E. Kennedy ; aus dem Englischen von Sabine Schilasky
btb (2026)
400 Seiten
kt.