Die Wahrheit über Kim Novak und den Mord an Bertil Albertsson
Es gibt Bücher, die kann man seinen Lesern getrost vorenthalten. Dieses gehört dazu. Gut, Nesser lüftet hier endlich das Geheimnis, wer der Mörder von Berra Albertsson aus seinem wunderbaren Roman "Kim Novak badete nie im See von Genezareth" war.
Dazu braucht er ein schmales gebundenes Bändchen von 74 Seiten mit großzügig gesetztem Schriftbild und vielen leeren Zwischenseiten. Und im letzten Satz erfährt die geneigte Leserschaft dann endlich, wer es war. Es mag Leute geben, die müssen das unbedingt wissen. Aber die können sich dieses Büchlein dann selber kaufen. Der einzige nachvollziehbare Zweck für alle anderen könnte der sein, sich den Roman von 2003 noch einmal oder endlich vorzunehmen und diese gelungene Mischung aus Adoleszenz- und Kriminalgeschichte zu lesen. Das lohnt sich wenigstens. (Übers.: Christel Hildebrandt)
Beate Mainka
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Wahrheit über Kim Novak und den Mord an Bertil Albertsson
Håkan Nesser
btb (2010)
74 S. : Kt.
fest geb.