Die Dunkelheit zwischen uns

Emmie hat sich jahrelang von ihrer Familie ferngehalten. Jetzt hat sie beschlossen, endlich die wahren Umstände des Todes ihres kleinen Bruders Robin herauszufinden. Er sei angeblich ertrunken, seine Leiche wurde jedoch nie gefunden. Als Emmie unangemeldet Die Dunkelheit zwischen uns im Sommerhaus der Familie auftaucht, wo Robin damals gestorben ist, gibt es statt Wiedersehensfreude eine gedrückte Stimmung. Die Mutter ist abweisend, der Vater greift nach einer trockenen Periode wieder zur Flasche. Während Emmies Aufenthalt am Ort des Geschehens, steigen bei ihr immer mehr Gedächtnisfragmente an die Oberfläche und in Kombination mit ihren Streifzügen auf der Insel und den Gesprächen mit den Eltern kommt nach und nach die schreckliche Wahrheit ans Licht. – Zum ersten Mal hat Rolf Börjlind ein Buch zusammen mit seiner Tochter Molly verfasst, statt wie gewohnt mit seiner Frau Cilla (zul. „Der gute Samariter“, BP/mp 22/969). Entstanden ist ein kompakter, düsterer Psychothriller, der durchgehend in Ich-Form aus Sicht der labilen Mittzwanzigerin erzählt wird und so die Leser:innen im Ungewissen lässt, was tatsächlich wahr und was Emmies Vorstellungswelt entsprungen ist. Eine packende, aber deprimierende Geschichte, die durch den abgelegenen, herbstlichen Schauplatz noch schauriger wird.

Maria Holgersson

Maria Holgersson

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Dunkelheit zwischen uns

Die Dunkelheit zwischen uns

Molly & Rolf Börjlind ; aus dem Schwedischen von Julia Gschwilm
btb (2023)

279 Seiten
kt.

MedienNr.: 614735
ISBN 978-3-442-77086-1
9783442770861
ca. 12,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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