Als wir Schwestern waren
Kausar ist noch sehr klein, als sie und ihre Schwestern Aisha und Noreen plötzlich als Vollwaisen dastehen. Da gibt es zwar noch den namenlosen Onkel, den Bruder der Mutter, aber der möchte die drei Mädchen nicht zu sich nehmen, sondern bringt sie
in einer winzigen Wohnung unter, wo sie mehr oder weniger auf sich gestellt sind. Zum Glück wohnt nebenan ein junges Paar, das illegal in den USA lebt. Die Kinder finden dort Liebe und Geborgenheit, doch dem Onkel passt das nicht. So wird das Paar kurzerhand rausgeworfen und die Mädchen stehen wieder allein da. Obwohl ihnen liebevolle Bezugspersonen fehlen, gelingt es ihnen, ihren Alltag zu meistern. Sie sind sogar sehr erfolgreich in der Schule und erhalten Vollstipendien fürs College. Doch die Seelen leiden Qualen, welche die Autorin in ihrem autobiografischen Roman den Leser:innen eindrucksvoll und mit lyrischer Sprache veranschaulicht. Packend durch seine Authentizität und Sprache ist der Roman vielen Leser:innen empfohlen.
Martina Häusler
rezensiert für den Borromäusverein.
Als wir Schwestern waren
Fatimah Asghar ; aus dem amerikanischen Englisch von Yvonne Eglinger
btb (2024)
349 Seiten
kt.