Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat
Drei Frauen, Schriftstellerinnen und Künstlerin, treffen sich an verschiedenen Orten in sieben Nächten mit reichlich Alkohol und sprechen über Klischees aus DDR-Zeiten, was gut war, was schlecht war und was für die heutige Zeit im Zusammenleben
von Ost und West noch taugt und wünschenswert wäre. Wohnen und Eigentum sind unter anderem dabei große Themen, und auch Frauen in der DDR und heute werden unter die Lupe genommen. Mit Witz und Humor frönen die drei Frauen Erinnerungen, versuchen, sich neu zu erfinden, und ergründen ihre Ansprüche an eine zukünftige Gesellschaft. Die Gespräche werden eins zu eins wiedergegeben und nur wenige erklärende eingeschobene Texte sind ebenso wie begleitende Schwarz-Weiß-Fotos eingearbeitet. Unterhaltsame Texte richten die Gedanken auch auf eigene Ansichten zum Thema, bieten reichlich Anlass zu Gesprächen und eine Sicht auf früher und gleichzeitig auf die Zukunft. – Gern empfohlen.
Annemarie Schreibert
rezensiert für den Borromäusverein.
Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat
Annett Gröschner, Peggy Mädler, Wenke Seemann
Hanser (2024)
317 Seiten : Illustrationen
fest geb.