Wünsche an die Wellen
Zofia trägt den Sturm in sich, was sie laut und schnell zornig macht. Nur das Meer kann sie zähmen, und ihr Vater, mit dem sie nach dem frühen Tod ihrer Mutter harmonisch lebt. Tom trägt ein schweres Trauma durch seinen gewalttätigen Vater in
sich und neigt zu Panikattacken, vor allem in Dunkelheit. Er hat sich in seinem Leben mit seiner Mutter eingerichtet. Das Gefüge gerät durcheinander, als beide Elternteile sich ineinander verlieben, zusammenziehen und ein Kind erwarten. Zofia reagiert mit blankem Hass, Tom mit Rückzug, wird jedoch von Zofias Schulkameraden akzeptiert, was Sofias Hass noch verstärkt. Das Baby ist allerdings schwer krank und kämpft um sein Leben. - Der Leser kann den Gedanken von Zofia und Tom folgen, einfühlsam von der Autorin beschrieben. Als es beiden Kindern gelingt, sich dem anderen zu öffnen, gelingt es ihnen auch, einander zu akzeptieren und für das Leben des Babys auf ihre Weise zu kämpfen. Als Kinderbuch bedingt geeignet, nur für reife und für sensible Gedankengänge offene und ältere Kinder.
Lotte Schüler
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Wünsche an die Wellen
Katya Balen ; aus dem Englischen von Birgitt Kollmann
Hanser (2024)
273 Seiten
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 11